Neue Pläne!
Köln, 10.05.2010
Flug ist gebucht, Visum beantragt und die Reiselektüre stapelt sich auf dem Schreibtisch... Indien ist nur noch einen knappen Monat entfernt!
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Hasta luego, Bacelona
Barcelona, 08.04.2010
Nun ist auch diese Reise zu Ende, heute Abend geht es zurück nach Köln. Sehr schade, denn Barcelona ist tatsächlich eine wunderschöne Stadt und ich werde bestimmt wieder kommen - aber wie immer freue ich mich auch auf zu Hause.
Danke besonders an Katha, die mir hier eine Freundin wurde und die vielen anderen lieben Menschen, die ich hier kennen lernen durfte:
Bis zum nächsten Mal!
Und jetzt eine interaktive Aktion: "Wohin würdest du reisen?"
Antworten über die bekannten Möglichkeiten, bitte um rege Teilnahme!
Nun ist auch diese Reise zu Ende, heute Abend geht es zurück nach Köln. Sehr schade, denn Barcelona ist tatsächlich eine wunderschöne Stadt und ich werde bestimmt wieder kommen - aber wie immer freue ich mich auch auf zu Hause.
Danke besonders an Katha, die mir hier eine Freundin wurde und die vielen anderen lieben Menschen, die ich hier kennen lernen durfte:
Bis zum nächsten Mal!
Und jetzt eine interaktive Aktion: "Wohin würdest du reisen?"
Antworten über die bekannten Möglichkeiten, bitte um rege Teilnahme!
Baustellenbegehung und so weiter
Altstadt Girona
Barcelona, 07.04.2010
Aber jetzt mal der Reihe nach.
Am Ostermontag ging es mit Katha nach Girona. Die Stadt liegt gut eine Stunde mit dem Zug entfernt in den Bergen. Neben einer wunderschönen Kathedrale bietet sie eine unglaubliche Altstadt, die selbst von Barcelona nicht übertroffen wird. Umgeben von den noch schneebedeckten Pyrenäen geht es hier aber wesentlich gemütlicher und ruhiger zu, als in der Großstadt.
Aber jetzt mal der Reihe nach.
Am Ostermontag ging es mit Katha nach Girona. Die Stadt liegt gut eine Stunde mit dem Zug entfernt in den Bergen. Neben einer wunderschönen Kathedrale bietet sie eine unglaubliche Altstadt, die selbst von Barcelona nicht übertroffen wird. Umgeben von den noch schneebedeckten Pyrenäen geht es hier aber wesentlich gemütlicher und ruhiger zu, als in der Großstadt.
Baustelle
Am Dienstag gab es dann keine Ausreden mehr und endlich besuchte ich die Sagrada de Familia. Erwartet man allerdings sakrale Ruhe, so ist man hier falsch.
Über 300 Bauarbeiter sind in der Kirche beschäftigt, dazu ein Touristenstrom aus aller Herren Länder.
Die Kräne überragen noch immer das Gotteshaus, dessen Bauleitung 1883 von Gaudi übernommen worden war.
Über 300 Bauarbeiter sind in der Kirche beschäftigt, dazu ein Touristenstrom aus aller Herren Länder.
Die Kräne überragen noch immer das Gotteshaus, dessen Bauleitung 1883 von Gaudi übernommen worden war.
Kircheninneres
Der tiefreligöse Architekt verwarf die Pläne einer schlichten Kirche und entwarf die von Mosaiken, Symbolik und Mystik strotzende Sühnekirche der heiligen Familie.
Obwohl er sich bis zu seinem Tod ausschließlich diesem Bau widmete, war ihm stets klar, dass er sein Werk nicht vollenden könne und so zeigt der Bau unterschiedlichste Einflüsse, Materialien und Techniken der vergangenen Jahrzehnte.
Obwohl er sich bis zu seinem Tod ausschließlich diesem Bau widmete, war ihm stets klar, dass er sein Werk nicht vollenden könne und so zeigt der Bau unterschiedlichste Einflüsse, Materialien und Techniken der vergangenen Jahrzehnte.
Passionsfassade
Gaudi stellte die Weihnachtsfassade und unzählige Modelle für die Sagrada fertig. Sein Stil wirkt organisch, die Fassade ist über und über mit biblischen Figuren, Tieren und Pflanzen bedeckt.
Die Passionsfassade bietet einen krassen Gegensatz. Schlicht und kühl wird die Leidensgeschichte Jesus dargestellt, die verantwortlichen Künstler hielten sich zwar im Groben an die Vorgaben des verstorbenen Gaudis, dennoch wird die Arbeit häufig kritisiert und viel diskutiert.
Mir gefällt der schlichte Ansatz der Westfassade. Ich finde, dass sich hier Gaudis Plan, eine Jahrhundertkirche mit den unterschiedlichen Einflüssen jeder Zeit gut wieder findet.
Die Passionsfassade bietet einen krassen Gegensatz. Schlicht und kühl wird die Leidensgeschichte Jesus dargestellt, die verantwortlichen Künstler hielten sich zwar im Groben an die Vorgaben des verstorbenen Gaudis, dennoch wird die Arbeit häufig kritisiert und viel diskutiert.
Mir gefällt der schlichte Ansatz der Westfassade. Ich finde, dass sich hier Gaudis Plan, eine Jahrhundertkirche mit den unterschiedlichen Einflüssen jeder Zeit gut wieder findet.
Stilmix: Torre Agbar - Hospital De Dia Nou
Schließlich ist Barcelona eine lebendig, alte und moderne Stadt. Das Hospital de dia Nou zeigt eindrucksvoll diesen Stilmix. Die alten, reichverzierten Pavillions, in einer ruhigen Parkanlage gelegen, werden zwar immer noch für medizinische Zwecke genutzt, doch das Hauptgebäude ist ein hochmodernes Krankenhaus
Park Güell
Dann startete ich den zweiten Versuch: Park Güell.
Dieser Park ist zwar immer voller Menschen, doch diesmal konnte ich ohne Gefahr, nieder getrammpel zu werden, die wunderschöne Anlage bewundern.
Auch hier ist Gaudi natürlich omipräsent, schließlich entwarf er mit Güell diesen geplanten Stadtteil. Doch dieses Projekt kam nicht zur Vollendung, da damals kaum einer in dieser Gegend leben wollte.
Es ist erstaunlich, egal, wie man diesen organischen Modernismus findet, was Gaudi alles erdacht und ausgeführt hat, besonders wenn man bedenkt, dass er die letzten 40 Jahre seines Lebens ausschließlich an der Sagrada arbeitete.
So geht mein Barcelona-Trip dem Ende zu und morgen gehts bereits zurück nach Köln, in der Hoffnung, dass dort mittelweile der Frühling angekommen ist, sonst muss ich ihn wohl mitbringen.
Dieser Park ist zwar immer voller Menschen, doch diesmal konnte ich ohne Gefahr, nieder getrammpel zu werden, die wunderschöne Anlage bewundern.
Auch hier ist Gaudi natürlich omipräsent, schließlich entwarf er mit Güell diesen geplanten Stadtteil. Doch dieses Projekt kam nicht zur Vollendung, da damals kaum einer in dieser Gegend leben wollte.
Es ist erstaunlich, egal, wie man diesen organischen Modernismus findet, was Gaudi alles erdacht und ausgeführt hat, besonders wenn man bedenkt, dass er die letzten 40 Jahre seines Lebens ausschließlich an der Sagrada arbeitete.
So geht mein Barcelona-Trip dem Ende zu und morgen gehts bereits zurück nach Köln, in der Hoffnung, dass dort mittelweile der Frühling angekommen ist, sonst muss ich ihn wohl mitbringen.
Kunst, Kultur und Aussicht - Tourismo extremo
Barcelona vom Montijuic
Ostersonntag 2010
Parc Güell, trozt aller Warnung ging ich doch am Karfreitag - nun, der Park hätte wegen Überfüllung geschlossen gehört und ich werde diesem Projekt von Eusebi Güell und Gaudi wohl noch einen weiteren Besuch abstatten, denn an Feiertagen ist dort einfach zuviel los.
Parc Güell, trozt aller Warnung ging ich doch am Karfreitag - nun, der Park hätte wegen Überfüllung geschlossen gehört und ich werde diesem Projekt von Eusebi Güell und Gaudi wohl noch einen weiteren Besuch abstatten, denn an Feiertagen ist dort einfach zuviel los.
Miró Statue
Osterbild mit glücklichen Eiern
Dafür machte ich mich am Samstag zum Montijuic auf. Der Berg ist bequem mit der Bahn erreichbar und bietet neben wunderschönen Aussichten auf die Stadt auch einige interessante Museen. So auch die "Fundació Juan Miró".
Der gebürtige Barcelonenser ist den meisten von euch sicher wegen seiner abstrakten Kunst bekannt. Der Querschnitt der Exponate zeigt eindrucksvoll die Entwicklung des Künstlers während seines Lebens von 1893 bis zu seinem Tod 1983. Die Formen und Farben und zum Ende seines Schaffens auch die Größe seiner Kunstwerke beeindrucken in dem modernen Museeumsbau.
Der gebürtige Barcelonenser ist den meisten von euch sicher wegen seiner abstrakten Kunst bekannt. Der Querschnitt der Exponate zeigt eindrucksvoll die Entwicklung des Künstlers während seines Lebens von 1893 bis zu seinem Tod 1983. Die Formen und Farben und zum Ende seines Schaffens auch die Größe seiner Kunstwerke beeindrucken in dem modernen Museeumsbau.
Castell
Von dort machte ich mich zum Castell Montijuic auf. Man könnte von hier eine Seilbahn nutzen, doch der Aufstieg durch einen schattigen Kiefernwald hat auch sehr schöne Seiten.
Die Festung stellt ein Trauma für die Catalanen dar. Die Burg oberhalb Barcelonas wurde stehts von Spanien genutzt, die aufmüpfigen Städter in Schach zu halten und noch heute zeugen morderne Geschütze vom Unabhängigkeitskampf der Catalanen.
In diesen Gemäuern wurde 1940 Lluís Companys von Franco Truppen ermordet, da er die Unabhängigkeit Catalaniens vorrantreiben wollte.
Dieser dunkle Teil der Geschichte ist selten Thema in der Stadt, den Eigenständigkeitsbestrebungen tuen sie allerdings keinen Abbruch. Im catalanischen Parlament sind die Seperatisten vertreten, jedoch gehen die Vorstöße im Gegensatz zum baskischen Weg auschließlich den politschen Weg.
Die Festung stellt ein Trauma für die Catalanen dar. Die Burg oberhalb Barcelonas wurde stehts von Spanien genutzt, die aufmüpfigen Städter in Schach zu halten und noch heute zeugen morderne Geschütze vom Unabhängigkeitskampf der Catalanen.
In diesen Gemäuern wurde 1940 Lluís Companys von Franco Truppen ermordet, da er die Unabhängigkeit Catalaniens vorrantreiben wollte.
Dieser dunkle Teil der Geschichte ist selten Thema in der Stadt, den Eigenständigkeitsbestrebungen tuen sie allerdings keinen Abbruch. Im catalanischen Parlament sind die Seperatisten vertreten, jedoch gehen die Vorstöße im Gegensatz zum baskischen Weg auschließlich den politschen Weg.
Pavelló Mies von der Rohe
Am Fuße des Berges wartet dann noch ein ungewöhnlicher Kunstgenuss. Der Pavillion zur Weltausstellung 1929 von Mies von der Rohe wirkt einserseits im baroken Umfeld völlig fehl am Platz, die klaren Lienen und klassische Bauhausarchitektur sind anderesseits ein echter Hinkucker.
Maya Kunst in BCN
Der heutige Vormittag brachte dann strömenden Regen und ich beschloss die Zeit zu nutzen um einen Kreis zu schließen. Das Museeum für prekolumbianische Kunst aus Lateinamerika zeigt bemerkenswerte Beutekunst und schießt für mich den Kreis, den ich letzten Sommer begonnen hatte.
Jetzt brennt die Sonne vom blauen Himmel und ich muss gestehen, selten so einen schönes Osterwetter genossen zu haben - ich schicke euch Sonnenstrahlen, bis bald.
Jetzt brennt die Sonne vom blauen Himmel und ich muss gestehen, selten so einen schönes Osterwetter genossen zu haben - ich schicke euch Sonnenstrahlen, bis bald.
Un dia con Tito: Das Leben eines Straßenmusikers
Barcelona, 01.04.2010
Der Touristenstrom nach Barcelona hat eine neue Dimenson erreicht. Klar, Ostern steht vor der Tür. Mir verging angesichts der Warteschlange die Lust, endlich die Sagrada de Familia zu besuchen und saß stattdessen unschlüssig im nahen Park.
Ein abgewrackter Typ mit Gitarre bat um Feuer und setzte sich promt zu mir auf die Bank.
Als ich ihm in holprigen Spanisch erzählte, ich sei aus Deutschland, stellte sich heraus, dass er fließend unsere Sprache spricht. "Ich heiße Tito und bin Straßenmusiker."
Eine zwielichtige Gestalt, ein höchstens 19jähriger Spanken, verwickelte ihn in ein kurzes Gespräch und im Anschluss erklärte mir Tito, dass es sich um einen der zahlreichen Taschendiebe aus dem Umfeld der Sagrada handele.
Mir wurde klar, dass er die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennt und er ergänzte promt, dass er so ziemlich jeden, von der Polizei über die Sicherheitsleute, die Cafébesitzer, den alten Männern in der Sonne bis hin zu den Bettlern und Dieben, kenne. Meine Neugier siegte und ich fragte, wo denn die Damen des ältesten Gewerbes tätig seien. Tito sprang auf und hüpfte über den niedigen Zaun vor uns... zörgend scannte ich die Umgebung und beschloss, angesichts der vielen Menschen im Park, seiner Auffoderung nach zu kommen und folgte ihm ins lichte Gebüsch... die Zeugen der vergangenen Nächte waren nicht zu übersehen. Wohl gibt es viele Freier ohne Moral aber wenigstens mit einer gesunden Vorsicht...
Der Touristenstrom nach Barcelona hat eine neue Dimenson erreicht. Klar, Ostern steht vor der Tür. Mir verging angesichts der Warteschlange die Lust, endlich die Sagrada de Familia zu besuchen und saß stattdessen unschlüssig im nahen Park.
Ein abgewrackter Typ mit Gitarre bat um Feuer und setzte sich promt zu mir auf die Bank.
Als ich ihm in holprigen Spanisch erzählte, ich sei aus Deutschland, stellte sich heraus, dass er fließend unsere Sprache spricht. "Ich heiße Tito und bin Straßenmusiker."
Eine zwielichtige Gestalt, ein höchstens 19jähriger Spanken, verwickelte ihn in ein kurzes Gespräch und im Anschluss erklärte mir Tito, dass es sich um einen der zahlreichen Taschendiebe aus dem Umfeld der Sagrada handele.
Mir wurde klar, dass er die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennt und er ergänzte promt, dass er so ziemlich jeden, von der Polizei über die Sicherheitsleute, die Cafébesitzer, den alten Männern in der Sonne bis hin zu den Bettlern und Dieben, kenne. Meine Neugier siegte und ich fragte, wo denn die Damen des ältesten Gewerbes tätig seien. Tito sprang auf und hüpfte über den niedigen Zaun vor uns... zörgend scannte ich die Umgebung und beschloss, angesichts der vielen Menschen im Park, seiner Auffoderung nach zu kommen und folgte ihm ins lichte Gebüsch... die Zeugen der vergangenen Nächte waren nicht zu übersehen. Wohl gibt es viele Freier ohne Moral aber wenigstens mit einer gesunden Vorsicht...
Da ich eh nichts anderes vor hatte und ich mir dachte, dass man als Straßenmusikant ständig pleite ist, lud ich Tito zu einem Kaffee ein. Gut, es wurde dann ein "carajillo", ein Espresso mit Concag.
Tito erzählte, er sei aus Kuba und lebe seit 15 Jahren in Europa, die meiste Zeit in Barcelona, aber mit seinem "Wohnwagen" war er schon ziemlich rumgekommen.
Seine Familie hat sich, wie "gute Exilkubaner" es nunmal tun, in Orlando, USA, niedergelassen und er ist das schwarze Schaf der Familie, da er sich weigert mit seinen 35 Jahren endlich zur "Vernunft zu kommen" und bei der Familie in den USA zu leben.
Tito kann und will seine Lebenweise nicht aufgeben. Es ist auch schwer vorstellbar, wie dieser Mann in einem Büro sitzen soll und einem "normalen" Beruf nachgehen soll. Ständig betonte er sein Bedürfnis nach Freiheit und das der amerikanische Lebensstil nichts für ihn sei. Nun, außerdem kam eindeutig ein Alkohlproblem dazu, aber wer sollte das verurteilen?
Tito kam zumindest zu dem Schluss, dass er mir den Stadtteil Gracia zeigen wolle und nebenbei ein wenig arbeiten könne.
Tito erzählte, er sei aus Kuba und lebe seit 15 Jahren in Europa, die meiste Zeit in Barcelona, aber mit seinem "Wohnwagen" war er schon ziemlich rumgekommen.
Seine Familie hat sich, wie "gute Exilkubaner" es nunmal tun, in Orlando, USA, niedergelassen und er ist das schwarze Schaf der Familie, da er sich weigert mit seinen 35 Jahren endlich zur "Vernunft zu kommen" und bei der Familie in den USA zu leben.
Tito kann und will seine Lebenweise nicht aufgeben. Es ist auch schwer vorstellbar, wie dieser Mann in einem Büro sitzen soll und einem "normalen" Beruf nachgehen soll. Ständig betonte er sein Bedürfnis nach Freiheit und das der amerikanische Lebensstil nichts für ihn sei. Nun, außerdem kam eindeutig ein Alkohlproblem dazu, aber wer sollte das verurteilen?
Tito kam zumindest zu dem Schluss, dass er mir den Stadtteil Gracia zeigen wolle und nebenbei ein wenig arbeiten könne.
Gracia ist ein Stadtteil im Norden von Barcelona. In dem Gewirr von Gassen leben viele Studenten und Künstler, die Stimmung ist entspannt und an jeder Ecke sitzen Leute im Café, während Kinder und Hunde über die Plätze toben.
Tito kennt tatsächlich jeden, überall wird er freundlich empfangen und diejenigen, die noch schwächer sind, schnorren ihn an. Sein Motto ist, wenn du gibst, bekommst du auch zurück.
Doch was zu geben ist, muss natürlich erstmal eingenommen werden.
Fasziniert beobachte ich von einer Bank aus den Musikanten bei der Arbeit. Es ist weniger ein musikalischer Vortrag, Tito sucht den direkten Kontakt mit den Cafégästen und bringt jeden Tisch zum Lachen. Ein Alleinunterhalter mit ein wenige musikalischem Talent.
Tito behauptet an einem guten Tag bis zu 60€ einnehmen zu können, den Wahrheitsgehalt kann ich nicht überprüfen, aber es reicht um einen steten Nachschub an Bier und Zigaretten zu finanzieren und nebenbei noch den einen oder anderen Euro an andere Kumpels der Straße abzudrücken.
Tito kennt tatsächlich jeden, überall wird er freundlich empfangen und diejenigen, die noch schwächer sind, schnorren ihn an. Sein Motto ist, wenn du gibst, bekommst du auch zurück.
Doch was zu geben ist, muss natürlich erstmal eingenommen werden.
Fasziniert beobachte ich von einer Bank aus den Musikanten bei der Arbeit. Es ist weniger ein musikalischer Vortrag, Tito sucht den direkten Kontakt mit den Cafégästen und bringt jeden Tisch zum Lachen. Ein Alleinunterhalter mit ein wenige musikalischem Talent.
Tito behauptet an einem guten Tag bis zu 60€ einnehmen zu können, den Wahrheitsgehalt kann ich nicht überprüfen, aber es reicht um einen steten Nachschub an Bier und Zigaretten zu finanzieren und nebenbei noch den einen oder anderen Euro an andere Kumpels der Straße abzudrücken.
Wie immer erweisen sich Kinder als sichere Bank. Die freuen sich über die Unterhaltung und die Eltern rücken ein paar Cent raus.
So spazieren wir von einem Platz zum nächsten, hocken zwischendurch in der Sonne und ich kann die iritierten Blicke der bürgerlichen Passanten ob dieses eigenartige Paares spüren.
Ich will nicht verschweigen, dass das Leben auf der Straße bestimmt kein Zuckerschlecken ist. Tito fehlen mehrer Zähne und sein Erscheinugsbild ist alles andere als gepflegt. Ich bin froh an der frischen Luft mit ihm zu sein, denn Körperpflege und Wäschewaschen gehört wohl zu den schwierigen Herausforderungen des Straßenlebens.
Als sich der Tag zum Ende neigt, verabschiede ich mich von meinem ungewöhnlichen Stadtführer. Nicht nur weil der Tag sehr windig war und jede Menge Staub und Dreck durch die Luft wirbelte, bin ich schlussendlich froh unter der Dusche zu stehen und mir saubere Kleidung anziehen zu können.
Das Leben auf der Straße ist für einen bestimmten Menschenschlag vielleicht das Richtige, ich bin definitiv froh, nicht so leben zu müssen.
Erstaunlich bleibt die gute Laune, die Gelasseheit und die Zufriedenheit dieser Leute, die von einem Tag zum anderen leben, sich über Kleinigkeiten freuen und ihrer Freiheit genießen.
Eindeutig ein Tag, der mich einer gesellschaftlichen Gruppe nahe brachte, die ich sonst kaum kennengelernt hätte, besonders nicht als "Zootouristen":)
So spazieren wir von einem Platz zum nächsten, hocken zwischendurch in der Sonne und ich kann die iritierten Blicke der bürgerlichen Passanten ob dieses eigenartige Paares spüren.
Ich will nicht verschweigen, dass das Leben auf der Straße bestimmt kein Zuckerschlecken ist. Tito fehlen mehrer Zähne und sein Erscheinugsbild ist alles andere als gepflegt. Ich bin froh an der frischen Luft mit ihm zu sein, denn Körperpflege und Wäschewaschen gehört wohl zu den schwierigen Herausforderungen des Straßenlebens.
Als sich der Tag zum Ende neigt, verabschiede ich mich von meinem ungewöhnlichen Stadtführer. Nicht nur weil der Tag sehr windig war und jede Menge Staub und Dreck durch die Luft wirbelte, bin ich schlussendlich froh unter der Dusche zu stehen und mir saubere Kleidung anziehen zu können.
Das Leben auf der Straße ist für einen bestimmten Menschenschlag vielleicht das Richtige, ich bin definitiv froh, nicht so leben zu müssen.
Erstaunlich bleibt die gute Laune, die Gelasseheit und die Zufriedenheit dieser Leute, die von einem Tag zum anderen leben, sich über Kleinigkeiten freuen und ihrer Freiheit genießen.
Eindeutig ein Tag, der mich einer gesellschaftlichen Gruppe nahe brachte, die ich sonst kaum kennengelernt hätte, besonders nicht als "Zootouristen":)
So vergeht die Zeit in Barcelona wie im Flug, bereits nächste Woche fliege ich schon zurück.
Spaziergänge am Strand, Tapas (auch eigenartig: z.B. Wattwürmer in Knoblauchöl - naja) Besichtigungen und "Cafe con leche" prägen meine Tage und ich mache mir so meine Gedanken, wie es dann weitergeht.
Hier steht jetzt erstmal die "semana santa" an, die Osterwoche nutzen fast alle, die ich kennengelernt habe, um für ein paar Tage die Stadt zu verlassen.
So stelle ich mich auf eine ruhige Zeit ein und wünsche euch "frohe Ostern"!
Spaziergänge am Strand, Tapas (auch eigenartig: z.B. Wattwürmer in Knoblauchöl - naja) Besichtigungen und "Cafe con leche" prägen meine Tage und ich mache mir so meine Gedanken, wie es dann weitergeht.
Hier steht jetzt erstmal die "semana santa" an, die Osterwoche nutzen fast alle, die ich kennengelernt habe, um für ein paar Tage die Stadt zu verlassen.
So stelle ich mich auf eine ruhige Zeit ein und wünsche euch "frohe Ostern"!
2 x Sommerzeitumstellung = immer Sommer?
Barcelona, 28.03.2010
Wenn man zweimal hintereinander in einem Land die Uhr eine Stunde vorstellt, aber zur Winterzeitumstellung nicht im Land ist, hat man dann immer Sommer? Oder ist man dann einfach nur immer zwei Stunden älter als sonst und ab sofort habe ich immer schon um 22 Uhr Geburtstag?
Komplizierte Fragestellung, aber Tatsache. Zunächst stellte ich meine Uhr eine Stunde in Chile vor, als dort die Sommerzeit (fast gleichzeitig mit der deutschen Winterzeit)anbrach und dieses Wochenende nur die europäische Sommerzeit, also schon wieder ein realer Zeitverlust. Ich finde, dafür werde ich nun mit ewigem Sommer belohnt!
Wenn man zweimal hintereinander in einem Land die Uhr eine Stunde vorstellt, aber zur Winterzeitumstellung nicht im Land ist, hat man dann immer Sommer? Oder ist man dann einfach nur immer zwei Stunden älter als sonst und ab sofort habe ich immer schon um 22 Uhr Geburtstag?
Komplizierte Fragestellung, aber Tatsache. Zunächst stellte ich meine Uhr eine Stunde in Chile vor, als dort die Sommerzeit (fast gleichzeitig mit der deutschen Winterzeit)anbrach und dieses Wochenende nur die europäische Sommerzeit, also schon wieder ein realer Zeitverlust. Ich finde, dafür werde ich nun mit ewigem Sommer belohnt!
Mein vergangenes Wochenende würde diese Theorie durchaus stützen.
Am Samstag konnte ich Sonne und Mittelmeer am Strand von Mataró genießen. Die Strände hier in Barcelona sind auch schön, aber gegen fast meschenleere Playas, nur wenige Fahrtminuten aus der Megacity raus sind einfach unschlagbar. So verbrachte ich einen sonnigen Standtag mit Katha und ihrem spanischen Bekannten und auch wenn das Wasser noch "sooooo" kalt ist, Sonne und Strand sind einfach unglaublich entspannend.
Am Samstag konnte ich Sonne und Mittelmeer am Strand von Mataró genießen. Die Strände hier in Barcelona sind auch schön, aber gegen fast meschenleere Playas, nur wenige Fahrtminuten aus der Megacity raus sind einfach unschlagbar. So verbrachte ich einen sonnigen Standtag mit Katha und ihrem spanischen Bekannten und auch wenn das Wasser noch "sooooo" kalt ist, Sonne und Strand sind einfach unglaublich entspannend.
Aber war ich auch weiter auf Erkundungskurs durch die Stadt.
Die Kirche "Santa Maria del Mar" ist vielleicht einigen aus dem Buch "Die Kathedrale des Merres" von Idelfonso Flacones, bekannt und sie ist tatsächlich wunderschön. Die Einlegearbeit an der Eingangspforte zollte den Bastixos, Lastenträgern, Tribut, die diese Kirche in nur 40 Jahren Bauzeit im 14.Jahrhundert ermöglicht haben.
Die Kirche "Santa Maria del Mar" ist vielleicht einigen aus dem Buch "Die Kathedrale des Merres" von Idelfonso Flacones, bekannt und sie ist tatsächlich wunderschön. Die Einlegearbeit an der Eingangspforte zollte den Bastixos, Lastenträgern, Tribut, die diese Kirche in nur 40 Jahren Bauzeit im 14.Jahrhundert ermöglicht haben.
Während meines heutigen mehrstündigen Spaziergangs ging es dann an den Werken der Moderne vorbei. Ein Hohepunkt ist bestimmt der "Apfle der Zwietracht", "Manzana de la Discordia" - neben einer architektonischen Meisterleistung auch ein schönes Wortspiel, Manzana heißt auf Spanisch nicht nur "Apfel" sondern auch "Häuserblock".
Gaudi und Morera liefern sich um 1900 hier fast einen Zweikampf in Stil und Geschmack. Mir fällt es schwer zu sagen, wer gewonnen hat.
Die architektonsiche Veilfalt im Stadtteil Eixample ist beeindruckend und beinahe an jeder Ecke tun sich neue Wunderwerke auf.
Gaudi und Morera liefern sich um 1900 hier fast einen Zweikampf in Stil und Geschmack. Mir fällt es schwer zu sagen, wer gewonnen hat.
Die architektonsiche Veilfalt im Stadtteil Eixample ist beeindruckend und beinahe an jeder Ecke tun sich neue Wunderwerke auf.
An dieser Fassade des "Casa Antonia Burés" wird dieser organische Modernismus besonders deutlich. Die Säulen in Baumform "wachsen" fast simultan mit dem Orginal und sind so Zeuge einer faszinierenden Verschmelzung von Natur und Kunst.
Nun war mein letzer Eintrag etwas trübsinnig und ich kann nicht umhin zuzugeben, dass ich mich hier in Barcelona etwas schwer mit Konakten tue, und mir zum erstenmal das "Alleine-sein" etwas schwer fällt, doch sitze ich grad in einer Kneipe, links und rechts große Fernseher mit dem Primera Division Topspiel "Barca-Mardrid", und Mardrid führt 3:2, also kann sich der ein oder andere vorstellen, was zur Zeit in der Stadt los ist und über zuviel Ruhe kann ich mich nicht beschweren.
Nun war mein letzer Eintrag etwas trübsinnig und ich kann nicht umhin zuzugeben, dass ich mich hier in Barcelona etwas schwer mit Konakten tue, und mir zum erstenmal das "Alleine-sein" etwas schwer fällt, doch sitze ich grad in einer Kneipe, links und rechts große Fernseher mit dem Primera Division Topspiel "Barca-Mardrid", und Mardrid führt 3:2, also kann sich der ein oder andere vorstellen, was zur Zeit in der Stadt los ist und über zuviel Ruhe kann ich mich nicht beschweren.
Barcelona, sola
Barcelona, 25.03.2010
Was tut man alleine in einer wunderschönen Stadt? Ich laufe durch die unzähligen Gassen und Straßen, bewundere die alten Gebäude und trinke Café in den vielen Bars und Cafés.
Dabei stelle ich fest, dass ich nicht vor mir davon laufen kann, ich bin immer schon da, wenn ich irgendwo ankomme und verlasse mich nicht.
Alleine zu reisen verliert nach einer Weile den Reiz.
Niemand, der die Begeisterung teilen kann, niemand, der Pläne mit entwirft, niemand, der Rückschläge mit verkraftet oder kleine Erfolge mit feiert.
Und keiner, der da ist, wenn ich nach Hause komme.
Die Frage nach dem "Warum" wird immer lauter.
Was tut man alleine in einer wunderschönen Stadt? Ich laufe durch die unzähligen Gassen und Straßen, bewundere die alten Gebäude und trinke Café in den vielen Bars und Cafés.
Dabei stelle ich fest, dass ich nicht vor mir davon laufen kann, ich bin immer schon da, wenn ich irgendwo ankomme und verlasse mich nicht.
Alleine zu reisen verliert nach einer Weile den Reiz.
Niemand, der die Begeisterung teilen kann, niemand, der Pläne mit entwirft, niemand, der Rückschläge mit verkraftet oder kleine Erfolge mit feiert.
Und keiner, der da ist, wenn ich nach Hause komme.
Die Frage nach dem "Warum" wird immer lauter.
Meine Tage verlaufen nach einem recht gelichförmigen Muster. Ich schlafe zulange und erledige dann normale Alltagsdinge.
Meine Mitbewohner bzw. Vermieter sind ein nettes älteres Ehepaar und eine weitere Dame. Ihr schnelles Spanisch verwirrt mich zwar immer noch, aber unsere Kommunikation macht Fortschritte.
Mein kleines Zimmer bietet neben Bett, Schreibtisch und Schränken einen Fernseher, der mir in an den Abenden durchaus Unterhaltung bietet. Die Tatsache, dass ich die kastellianischen und die katalanischen Sender mittlerweile auseinanderhalten kann, werte ich durchaus als Erfolg.
Meine Mitbewohner bzw. Vermieter sind ein nettes älteres Ehepaar und eine weitere Dame. Ihr schnelles Spanisch verwirrt mich zwar immer noch, aber unsere Kommunikation macht Fortschritte.
Mein kleines Zimmer bietet neben Bett, Schreibtisch und Schränken einen Fernseher, der mir in an den Abenden durchaus Unterhaltung bietet. Die Tatsache, dass ich die kastellianischen und die katalanischen Sender mittlerweile auseinanderhalten kann, werte ich durchaus als Erfolg.
Doch wenn ich mich dann auf den Weg mache, komme ich immer wieder an faszinierenden Ecken der Stadt vorbei.
Das schöne Frühlingswetter der letzten Tage, von dem leider im Moment nichts mehr zu spüren ist, trieb mich dann auch endlich an den Strand. Dort tummelten sich die Sonnenhungrigen, denn auch hier hatte der Winter heftiger und kälter gewütet als sonst und die Menschen sehnen sich nach Wärme und Licht.
Ich fing mir natürlich einen kleinen Sonnebrand ein, doch die frische Meeresbrise tat unendlich gut.
Das schöne Frühlingswetter der letzten Tage, von dem leider im Moment nichts mehr zu spüren ist, trieb mich dann auch endlich an den Strand. Dort tummelten sich die Sonnenhungrigen, denn auch hier hatte der Winter heftiger und kälter gewütet als sonst und die Menschen sehnen sich nach Wärme und Licht.
Ich fing mir natürlich einen kleinen Sonnebrand ein, doch die frische Meeresbrise tat unendlich gut.
Auch mein Projekt "Sprache lernen" läuft ganz gut. Neben meinen Spaziergängen treffe ich mich bereits mit zwei verschiedenen Spanier/innen, die ich durch einen Aushang in der deutschen Fakultät gefunden habe, um Spanisch und Deutsch zu sprechen.
Die Treffen führen mich quer durch die Stadt, geben mir einen spannenden Einblick in das Leben der Einheimischen und verbessern natürlich meine Spanischkenntnisse.
Und an den Abenden nutze ich die großartige Gelegenheit, in der Wohung meiner deutschen Bekannten abzuhängen und "Internet zu schnorren".
Die Treffen führen mich quer durch die Stadt, geben mir einen spannenden Einblick in das Leben der Einheimischen und verbessern natürlich meine Spanischkenntnisse.
Und an den Abenden nutze ich die großartige Gelegenheit, in der Wohung meiner deutschen Bekannten abzuhängen und "Internet zu schnorren".
Perderse en Barcelona - lost in translation
Barcelona, 20.03.2010
Keine Ahnung, wo es hingeht, aber erstmal die Richtung angeben. So wie Kolumbus hier eindringlich gen Westen zeigt, ohne zu wissen, auf was er stoßen würde, so laufe ich durch Barcelona.
Das kastellianisch-katalanische Sprachgewirr und meine Unfähigkeit, Stadtpläne richtig zu lesen, haben mich mittlerweile quer durch die Stadt geführt und dabei wunderschöne Plätze, Straßenzüge und Kirchen entdecken lassen.
Keine Ahnung, wo es hingeht, aber erstmal die Richtung angeben. So wie Kolumbus hier eindringlich gen Westen zeigt, ohne zu wissen, auf was er stoßen würde, so laufe ich durch Barcelona.
Das kastellianisch-katalanische Sprachgewirr und meine Unfähigkeit, Stadtpläne richtig zu lesen, haben mich mittlerweile quer durch die Stadt geführt und dabei wunderschöne Plätze, Straßenzüge und Kirchen entdecken lassen.
Zum Glück landete ich dann doch fast immer dort, wohin ich wollte. Die Sargrada de Familia erhebt sich als Standortbestimmung in der Nähe meiner Wohung. Die Kräne lassen das imposante Gebäude wie eine Puppe der Götter wirken, die Fassade der Kathedrale wirkt wie in einem Hochofen eingeschmolzen und der Besucherandrang ist unglaublich.
Da ich mir genug Zeit für diese Stadt genommen habe, genieße ich das wilde Treiben erstmal, in der warmen Frühlingssonne sitzend, aus der Ferne. Wie angenehm, wenn man Barcelona nicht in 24 Stunden erkunden muss.
Da ich mir genug Zeit für diese Stadt genommen habe, genieße ich das wilde Treiben erstmal, in der warmen Frühlingssonne sitzend, aus der Ferne. Wie angenehm, wenn man Barcelona nicht in 24 Stunden erkunden muss.
Trotz aller Entspannung und Ruhe habe ich es aber dann doch bereits in eine Kirche geschafft. Die Kathedrale von Barcelona im Barri Gótic als religöses und historisches Zentrum der Stadt ist zwar wunderschön, aber als Kölnerin... nun, gegen den Dom?!
Die Gänse im Kreuzgang sind jedoch etwas besonderes, einer Legende folgend, wurden sie nach Vorbild des römischen Kapitols als "Wachhunde" eingeführt. Egal, warum das Federvieh dort jedes Weihnachten überlebt, interessant ist es auf alle Fälle, die schnatternden Tiere zwischen den irdenden Heiligen zu sehen.
Auch dieses Kirche erweist sich als Baustelle, die Fahrstuhlfahrt aufs Dach ermöglicht einen großartigen Blick auf die Stadt, offenbart aber auch das Aussmaß der Bauarbeiten. Überall wird gebohrt, gemeißelt und es staubt friedlich vor sich hin.
Die Gänse im Kreuzgang sind jedoch etwas besonderes, einer Legende folgend, wurden sie nach Vorbild des römischen Kapitols als "Wachhunde" eingeführt. Egal, warum das Federvieh dort jedes Weihnachten überlebt, interessant ist es auf alle Fälle, die schnatternden Tiere zwischen den irdenden Heiligen zu sehen.
Auch dieses Kirche erweist sich als Baustelle, die Fahrstuhlfahrt aufs Dach ermöglicht einen großartigen Blick auf die Stadt, offenbart aber auch das Aussmaß der Bauarbeiten. Überall wird gebohrt, gemeißelt und es staubt friedlich vor sich hin.
Doch gleichzeitig ist Barcelona modern und gradezu futuristisch. Der Hafen und das olympische Dorf zeigen mutige Bauwerke aus Glas und Edelstahl.
Diese Mischung macht vielleicht mit den Reiz der Stadt aus.
Meine Versuche, das hier gesprochene Spanisch zu verstehen sind bisher noch recht kläglich, der Plan möglichst Einheimische zum Sprachausstausch zu treffen ist noch nicht sehr erfolgreich angelaufen. Dafür durfte ich am Freitagabend aber schon zu Gast bei einem spanischen Abendessen für Freunde und Kollegen sein - verstanden habe ich zwar kaum etwas, dennoch war ich sehr zufrieden und satt;)
So bin ich zuversichtlich, dass sich auch die nächste Woche in der katalanischen Hauptstadt lohnen wird.
Diese Mischung macht vielleicht mit den Reiz der Stadt aus.
Meine Versuche, das hier gesprochene Spanisch zu verstehen sind bisher noch recht kläglich, der Plan möglichst Einheimische zum Sprachausstausch zu treffen ist noch nicht sehr erfolgreich angelaufen. Dafür durfte ich am Freitagabend aber schon zu Gast bei einem spanischen Abendessen für Freunde und Kollegen sein - verstanden habe ich zwar kaum etwas, dennoch war ich sehr zufrieden und satt;)
So bin ich zuversichtlich, dass sich auch die nächste Woche in der katalanischen Hauptstadt lohnen wird.
In Barcelona gelandet
Barcelona, 16.03.2010
Die Sonne scheint und es wird Frühling in der Stadt.
Nachdem ich mich schon gründlich verlaufen habe genieße ich jetzt einen Kaffee.
Durch die großartige Hilfe von Katha habe ich ein Zimmer und die Grundlagen für eine gute Zeit.
Meine Unterkunft ist klein, aber sauber und die Vermieter freundlich. Die Lage ist zentral und auch sonst verspricht der erste Eindruck, dass es ein guter Aufenthalt wird.
Welch ein Luxus, jemanden vor Ort zu haben, der sich schon mal gekümmert hat - Danke!
Jetzt kämpfe ich noch mit meinem Handy und dem Stadtplan, dann gehts weiter.
Dieses Mini-update werde ich natürlich bald erweitern - bis dahin: Grüße aus Barcelona!
Die Sonne scheint und es wird Frühling in der Stadt.
Nachdem ich mich schon gründlich verlaufen habe genieße ich jetzt einen Kaffee.
Durch die großartige Hilfe von Katha habe ich ein Zimmer und die Grundlagen für eine gute Zeit.
Meine Unterkunft ist klein, aber sauber und die Vermieter freundlich. Die Lage ist zentral und auch sonst verspricht der erste Eindruck, dass es ein guter Aufenthalt wird.
Welch ein Luxus, jemanden vor Ort zu haben, der sich schon mal gekümmert hat - Danke!
Jetzt kämpfe ich noch mit meinem Handy und dem Stadtplan, dann gehts weiter.
Dieses Mini-update werde ich natürlich bald erweitern - bis dahin: Grüße aus Barcelona!
Steh auf, wenn du am Boden liegst...
Stadtwald, Februar 2010
Zillertal
3 Monate strenger Winter. Zugefrorene Seen, Schnee auf den Wiesen, vereiste Wege, kalte Tage, eiskalte Nächte. Verwunderlich, wie Wetter und persönliche Verfassung so dicht nebeneinander liegen können.
Meine Pläne nach meiner Rückkehr konnte ich nicht umsetzen, die Umstände hatten sich geändert. Das führte fast zu einer patologischen Winterstarre. Wenn das Highlight des Tages es ist, den Briefkasten zu besuchen oder zigfach den Posteingang der Emails zu checken, bekommt der Begriff "Zeit" eine neue Bedeutung... die vollständige Bewegungslosigkeit erwartend, konnte ich dann auch nicht meinen überstürzt geplanten Flug nach Barcelona nutzen - zu stark die Lähmung, zu groß die Angst vor erneuter Einsamkeit in der Fremde, zu groß das Bedürfnis nach Wärme, Bekanntem und Vertrautem.
Aber, steh auf, wenn du am Boden liegst. Menschen, die für mich da sind, mit mir Zeit verbringen, dazu Besuche in Berlin, bei meiner Familie und als Krönung eine Woche Skifahren in Mayrhofen, haben mir geholfen.
Auch wenn sich hier nur sehr langsam Frühlingsboten durchkämpfen.
Meine Pläne nach meiner Rückkehr konnte ich nicht umsetzen, die Umstände hatten sich geändert. Das führte fast zu einer patologischen Winterstarre. Wenn das Highlight des Tages es ist, den Briefkasten zu besuchen oder zigfach den Posteingang der Emails zu checken, bekommt der Begriff "Zeit" eine neue Bedeutung... die vollständige Bewegungslosigkeit erwartend, konnte ich dann auch nicht meinen überstürzt geplanten Flug nach Barcelona nutzen - zu stark die Lähmung, zu groß die Angst vor erneuter Einsamkeit in der Fremde, zu groß das Bedürfnis nach Wärme, Bekanntem und Vertrautem.
Aber, steh auf, wenn du am Boden liegst. Menschen, die für mich da sind, mit mir Zeit verbringen, dazu Besuche in Berlin, bei meiner Familie und als Krönung eine Woche Skifahren in Mayrhofen, haben mir geholfen.
Auch wenn sich hier nur sehr langsam Frühlingsboten durchkämpfen.
Vor einigen Tagen bekam ich ein altes Foto geschenkt. Die Aufnahme ist über 10 Jahre alt und zeigt eine Freundin und mich. Das unscharfe und leicht verwackelte Bild zeigt die damals alltägliche Situation: wir stehen zusammen hinter der Theke und kellnern, so haben wir uns während des Studiums über Wasser gehalten.
Und ich konnte mich kaum mehr an diese Zeit erinnern... ich war verwundert über die sehr langen Haare, die ich trug, wusste im ersten Moment nicht mehr den Namen der Kneipe, in der ich einige Jahre arbeitete und musste mir meine damaligen Lebensumstände mühsam ins Gedächnis rufen.
Passiert das mit der Erinnerung? Ist das normal für die Vergangenheit?
Außergewöhliche, aber einmalig Erlebnisse sind dafür noch messerscharf vor meinem inneren Auge abrufbar, manchmal sogar mit einem typischen Duft, einem passenden Geräusch, einem angenehmen oder schrecklichen Gefühl.
Viele dieser Momente sind für mich mit meinen Reisen verbunden.
Asien, Südamerika und die vielen kleinen und großen Trips um den Globus. Wie hatte ich mir einreden können, dass ich darauf verzichten mag, das es genug sei, ich genug gesehen und erlebt hätte?
3 Monate, der kälteste Winter meines Lebens. 3 Monate in Köln, ohne feste Aufgabe - keine gute Idee für mich... darum geht es genau 3 Monate nach meiner Südamerika-Rückkehr weiter. Zunächst für einige Wochen nach Barcelona, also - sei wieder mein Gast auf meiner Tour durch die Welt.
Und Danke an alle, die mir wieder auf die Füße geholfen haben.
Und ich konnte mich kaum mehr an diese Zeit erinnern... ich war verwundert über die sehr langen Haare, die ich trug, wusste im ersten Moment nicht mehr den Namen der Kneipe, in der ich einige Jahre arbeitete und musste mir meine damaligen Lebensumstände mühsam ins Gedächnis rufen.
Passiert das mit der Erinnerung? Ist das normal für die Vergangenheit?
Außergewöhliche, aber einmalig Erlebnisse sind dafür noch messerscharf vor meinem inneren Auge abrufbar, manchmal sogar mit einem typischen Duft, einem passenden Geräusch, einem angenehmen oder schrecklichen Gefühl.
Viele dieser Momente sind für mich mit meinen Reisen verbunden.
Asien, Südamerika und die vielen kleinen und großen Trips um den Globus. Wie hatte ich mir einreden können, dass ich darauf verzichten mag, das es genug sei, ich genug gesehen und erlebt hätte?
3 Monate, der kälteste Winter meines Lebens. 3 Monate in Köln, ohne feste Aufgabe - keine gute Idee für mich... darum geht es genau 3 Monate nach meiner Südamerika-Rückkehr weiter. Zunächst für einige Wochen nach Barcelona, also - sei wieder mein Gast auf meiner Tour durch die Welt.
Und Danke an alle, die mir wieder auf die Füße geholfen haben.


